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Alle Unis in Deutschland bieten für Studierende der Medizin unterschiedliche Vor- und Nachteile. Je nachdem, welches Hochschulranking du betrachtest, werden unterschiedliche Universitäten als die angeblich besten bezeichnet. Wir raten Studierenden, sich bei der Interpretation eines solchen Rankings in erster Linie auf die Studiensituation und weniger auf Platzierungen bezüglich internationaler Preise oder Forschungen zu konzentrieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Die besten Medizin Unis in Deutschland sind durchweg stark, achte bei der Wahl vor allem auf die Studiensituation.
- Studienplätze laufen über drei Quoten: Abiturbestenquote 30 %, Zusätzliche Eignungsquote 10 %, Auswahl der Unis 60 %.
- Als AT-Studierende:r nutzt du für ein Medizinstudium in Österreich den MedAT (eigener Aufnahmetest, kein NC). Die folgenden Abschnitte zu TMS, hochschulstart und NC beschreiben bewusst den deutschen Weg — für AT-Leser:innen, die ein Medizinstudium in Deutschland anstreben.
- Der TMS ist heute dein größter Hebel auf einen Platz in Deutschland, in der Zusätzlichen Eignungsquote zählt sogar nur dein Testergebnis.
- Die Bewerbung läuft über hochschulstart.de, fürs Wintersemester bis zum 15.07. für Neu-Abiturient:innen.
- Klappt es weder in Österreich noch in Deutschland, kannst du Medizin im EU-Ausland studieren und mit deinem Abschluss zurückkommen.
Die Top 10 Universitäten für Medizin in Deutschland (CHE Medizin 2024/25)
Für das Studium der Medizin gilt in Deutschland ein hoher Standard. Dementsprechend können letztendlich alle Universitäten empfohlen werden, an denen du hier Medizin studieren kannst. Je nachdem, welche Daten und welches Ranking du betrachtest, gibt es unterschiedliche Unis, die besonders gut abschneiden.
Wir orientieren uns in diesem Artikel direkt am CHE-Ranking, das das Centrum für Hochschulentwicklung zusammen mit der Wochenzeitung DIE ZEIT herausgibt — heute primär über das HeyStudium-Portal. Die Fächer rotieren dabei im Drei-Jahres-Rhythmus; Medizin-Daten stammen zuletzt aus der Erhebungsrunde 2023/24, veröffentlicht im Ranking 2024/25. Das aktuelle Ranking 2026/27 deckt Medizin nicht ab (dort: Jura, BWL, VWL); die nächsten Medizin-Ergebnisse sind frühestens im Ranking 2027/28 zu erwarten. Das CHE selbst arbeitet mit Ranggruppen (Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe) je Indikator und vergibt keine absoluten Plätze 1–10. Die folgende Reihenfolge entspricht der Standard-Ergebnisanzeige des CHE-Portals für Humanmedizin (Stand Mai 2026); alle hier gelisteten Universitäten gehören in zentralen Indikatoren zur Spitzen- bzw. oberen Mittelgruppe. Das sind die Top 10 Unis in Deutschland:
Platz 1: RWTH Aachen
An erster Stelle in unserem Ranking steht die RWTH Aachen, die für ihre moderne Herangehensweise an das Medizinstudium bekannt ist. Studierende erhalten eine praxisnahe Ausbildung, die sich durch eine enge Verknüpfung von Lehre, Forschung und Patientenbetreuung auszeichnet.
Das positive Feedback im CHE-Ranking spiegelt die Zufriedenheit der Studenten mit der Universität und ihrer Studiensituation wider. Auch dank der exzellenten Ausstattung zählt Aachen zu den besten medizinischen Fakultäten in Deutschland.
Platz 2: Technische Universität Dresden
Die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden überzeugt mit ihrem reformierten Curriculum DIPOL (Dresdner Integratives Problem-/Praxis-/Patient-Orientiertes Lernen), das fallbasiertes Lernen früh in den Studienverlauf einbindet. Studierende profitieren vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus mit Maximalversorgung und starken Schwerpunkten in Onkologie, Neurowissenschaften und Diabetologie.
Im CHE-Ranking erhält Dresden gute Bewertungen für die Unterstützung am Studienanfang und ein solides Examensergebnis im M2. Die Studiensituation gilt insgesamt als modern und gut betreut.
Platz 3: Universität Heidelberg – Medizinische Fakultät Mannheim
Die zweite medizinische Fakultät der Universität Heidelberg sitzt in Mannheim und betreibt mit MaReCuM (Mannheimer Reformiertes Curriculum für Medizin) einen der praxisnächsten Studiengänge in Deutschland. Früher Patientenkontakt, kleinere Lerngruppen und die enge Verzahnung mit der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) prägen den Studienalltag.
Im CHE-Ranking schneidet Mannheim insbesondere bei der Studienorganisation und den Examensergebnissen sehr gut ab. Wer den klassischen Heidelberg-Standort nicht erhält, findet in Mannheim eine inhaltlich gleichwertige, oft praxisnähere Alternative.
Platz 4: Universität Lübeck
Die Uni Lübeck nimmt den vierten Platz bei unserem Ranking ein. Die eher kleinere Universität ist für ihre hervorragende Forschung in verschiedenen Bereichen der Medizin bekannt. Auch für die verschiedenen Kategorien der Lehre vergeben Studierende an dieser Uni eine Top-Bewertung.
Die Vermittlung von Wissen in Theorie und Praxis ist an der Uni Lübeck eng miteinander verzahnt. Das sorgt dafür, dass das Erlernte nach der Ausbildung gekonnt angewendet werden kann. Die charmante Hansestadt bietet eine sehr gute Studiensituation und eine engagierte Betreuung durch die Dozenten. Dank der Lage an der Ostsee und der zahlreichen Strände fühlen sich Studierende hier insbesondere im Sommer auch außerhalb der Vorlesungen und Kurse sehr wohl.
Platz 5: Technische Universität München
Die TU München bietet ein exzellentes Medizinstudium mit starkem Forschungsbezug. Die Studiensituation ist aufgrund der modernen Ausstattung hervorragend.
Während viele andere Medizin-Studiengänge insbesondere im vorklinischen Teil sehr theorielastig sind, präsentiert sich die TU München praxisnah. Studenten haben früh Kontakt mit Patienten und profitieren dabei von einer engen Betreuung durch die für die Lehre verantwortlichen Personen.
Platz 6: Eberhard Karls Universität Tübingen
Diese bereits im Jahr 1477 gegründete Uni zählt zu den ältesten in Deutschland. Genau wie an anderen großen Universitäten sind hier zwar auch sämtliche andere Fakultäten vertreten, ein großer Schwerpunkt liegt in Tübingen aber auf dem Bereich Medizin. Das schafft für Studierende hervorragende Voraussetzungen und sichert der Universität Tübingen Platz 6 in unserem Ranking.
Die Tatsache, dass Tübingen zu den besten Unis in Deutschland gehört, spiegelt sich auch in anderen Rankings wie beispielsweise dem CHE-Ranking wider. Dort wird unter anderem die gute Betreuung der Studenten betont. Wenn diese eine Frage haben oder Informationen benötigen, finden sie hier immer schnell einen Ansprechpartner.
Platz 7: Universität Ulm
Die 1967 gegründete Universität Ulm gehört zu den jüngeren, aber forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands. Die Medizinische Fakultät arbeitet eng mit dem Universitätsklinikum Ulm zusammen und hat ausgewiesene Schwerpunkte in Onkologie, Traumaforschung und biomedizinischer Grundlagenforschung.
Das CHE-Ranking attestiert Ulm sehr gute Examensleistungen im M2 und ordentliche Studienbedingungen. Für Studierende, die früh wissenschaftliche Erfahrung sammeln möchten, ist Ulm eine starke Wahl.
Platz 8: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist eine der traditionsreichsten Hochschulen Deutschlands und beheimatet eine etablierte Medizinische Fakultät mit dem Universitätsklinikum Jena als Klinikpartner. Forschungsschwerpunkte liegen in der Infektionsmedizin (u. a. Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie), Altersforschung und Sepsisforschung.
Im CHE-Ranking überzeugt Jena vor allem mit Spitzenwerten in der Unterstützung am Studienanfang und einer hohen Veröffentlichungsdichte pro Professor:in. Die kompakte Stadt sorgt für ein dichtes studentisches Leben mit kurzen Wegen zwischen den Studienorten.
Platz 9: Ruhr-Universität Bochum
Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) setzt im Medizinstudium auf ein Modellcurriculum mit früher Praxisorientierung und engen Kooperationen mit den großen Kliniken im Ruhrgebiet. Studierende profitieren von einem breit aufgestellten Klinik-Netzwerk, das ihnen vielfältige Lern- und Famulatur-Möglichkeiten eröffnet.
Im CHE-Ranking erhält Bochum Spitzenwerte für die Unterstützung am Studienanfang und gute Bewertungen im Bereich Forschung. Wer Wert auf praxisnahe Ausbildung in einer der dichtesten Klinik-Landschaften Deutschlands legt, ist hier gut aufgehoben.
Platz 10: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Die Universität Heidelberg in Baden-Württemberg ist eine der prestigeträchtigsten Hochschulen für das Medizinstudium in Deutschland. Allerdings ist es sehr schwer, hier einen Platz zu bekommen. In der Abiturbestenquote liegt der NC hier seit Jahren bei 1,0. Seit 2020 ist die Abinote aber nur noch ein Teil der Vergabe, denn über die Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen entscheidet vor allem dein TMS Ergebnis.
An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wird durch eine fundierte Ausbildung und den exzellenten Ruf der Uni ein optimales Fundament für deine spätere Karriere geschaffen. Auch die Studierenden sind laut CHE-Ranking sehr zufrieden mit der Studiensituation in Heidelberg.
So kommst du an die besten Unis: der TMS als größter Hebel
_Dieser Abschnitt gilt für AT-Leser:innen, die ein Medizinstudium in Deutschland anstreben. In Österreich läuft die Zulassung über den MedAT, nicht über den TMS._s
Gerade an den besten Medizin Unis in Deutschland sind die Plätze hart umkämpft. Über die reine Abiturnote bekommst du heute nur 30 Prozent der Plätze, die Abiturbestenquote. Die übrigen 70 Prozent vergeben die Unis über die Zusätzliche Eignungsquote (10 Prozent) und ihr eigenes Auswahlverfahren (60 Prozent). In beiden zählt vor allem dein Ergebnis im Test für Medizinische Studiengänge (TMS).
Der TMS ist damit dein größter Hebel auf einen Platz an einer Top-Uni. In der Zusätzlichen Eignungsquote wird das Abitur gar nicht gewertet, hier entscheidet allein dein TMS Ergebnis. Wer eine anerkannte Ausbildung mitbringt, hat in dieser Quote neben einem starken TMS besonders gute Chancen. Auch im Auswahlverfahren der meisten Unis bringt ein gutes Testergebnis ordentlich Punkte.
Für 2026 stehen noch zwei Termine fest: Der Frühjahrs-TMS fand am 9./10. Mai 2026 statt (Anmeldung bereits abgeschlossen). Der Herbst-TMS findet am 7./8. November 2026 statt — Anmeldung Phase 1: 3.–31. Juli 2026. Plane die Anmeldung früh, denn sie liegt Monate vor der eigentlichen Hochschul-Bewerbung.
Wichtig: Ab 2027 löst der TMSnat den bisherigen TMS ab. Der Herbst-TMS November 2026 ist die letzte Ausgabe in der bisherigen Form. Ab Frühjahr 2027 gilt der neue bundeseinheitliche TMSnat, der TMS und HAM-Nat kombiniert (ca. 5 Stunden, 100 €, zweimal jährlich, beliebig oft wiederholbar). Bisherige TMS-Ergebnisse bleiben übergangsweise gültig. Aktuelle Infos zu Terminen und Anmeldung findest du auf tms-info.org.
Bewerbung und Fristen für ein Medizinstudium in Deutschland
Dieser Abschnitt beschreibt das deutsche Zulassungsverfahren — relevant für AT-Leser:innen, die in Deutschland studieren möchten.
Die Bewerbung an den staatlichen Medizin Unis läuft zentral über hochschulstart.de. Fürs Wintersemester bewerben sich Neu-Abiturient:innen bis zum 15.07., Alt-Abiturient:innen bereits bis zum 31.05. Das Sommersemester bieten nur wenige Standorte an, hier endet die Frist am 15.01. Plane den TMS früh ein, denn die Anmeldung dafür liegt Monate vor der eigentlichen Bewerbung.
Wie gut sind die Unis in Deutschland im internationalen Vergleich?
Unis in Deutschland genießen international einen guten Ruf. Studierende aus dem In- und Ausland wählen oftmals ganz bewusst eine deutsche Uni für ihre akademische Laufbahn. Artikel und Veröffentlichungen in Fachmagazinen loben ebenfalls häufig die Qualität deutscher Universitäten. Im QS-Ranking Medizin 2026 liegt die Charité Berlin auf Platz 18 weltweit, die Universität Heidelberg auf Platz 34 und die LMU München auf Platz 46. Besonders die besten Unis stehen also auch international hoch im Kurs.
Deutsche Universitäten bieten nicht nur eine gute Studiensituation für angehende Ärztinnen und Ärzte, sondern auch gute Chancen auf einen Einstieg in eine Forschungskarriere, denn bereits im Studium werden Werte wie kritisches Denken und die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt.
Auch wenn die allermeisten der deutschen Unis üblicherweise nicht ganz so bekannt und gefragt wie beispielsweise die University of Cambridge oder Harvards sind, sind sie sehr beliebt. Genau das macht es noch schwerer, hier einen Studienplatz zu erhalten.
Welche Chancen bietet mir das Ausland, wenn ich an keiner Uni in Deutschland einen Studienplatz erhalten habe?
Die Tatsache, dass die deutschen Unis einen so guten Ruf genießen und zu den besten Europas gehören, ist einerseits sehr positiv. Auf der anderen Seite geht das aber häufig auch mit Problemen für die angehenden Studierenden einher. Um einen Platz zu erhalten, musst du nämlich ein äußerst gutes Abitur vorweisen können oder mit anderen anspruchsvollen Kriterien punkten.
Glücklicherweise sind auch zahlreiche Unis im europäischen Ausland sehr gut und ermöglichen dir gleichwertige Abschlüsse. Die Daten zeigen, dass es kein Problem ist, beispielsweise in Osteuropa zu studieren und dann mit besten Karrierechancen nach Deutschland zurückzukehren.
Genau hier unterstützen wir dich: Wir vermitteln dir einen Studienplatz an einer von 13 Partneruniversitäten im EU-Ausland, dein Abschluss wird in Deutschland und Österreich anerkannt. Unser Vermittlungshonorar wird erst fällig, wenn du wirklich einen Platz angeboten bekommst, und entfällt komplett, falls du im selben Zeitraum doch einen staatlichen Platz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz annimmst. So hältst du dir beide Wege offen: vorbereiten auf den TMS für die besten deutschen Unis und parallel die sichere Option Ausland. In einer kostenlosen Studienberatung schauen wir gemeinsam, welcher Weg zu dir passt.

